Rexee Shelf Testing: Was es ist, wie es funktioniert und warum es die Entscheidungsfindung von Marken verändert
Sie befinden sich im Gang eines Supermarktes und erledigen Ihren Wocheneinkauf. Sie greifen nach einer Tüte Chips. Eine Packung Kaffee. Sie greifen danach und gehen weiter zum Gemüse.
Hinter dieser einfachen Geste – Ihrer ausgestreckten Hand, Ihren Fingern, die sich um die Packung legen – verbirgt sich eine Geschichte, die Sie nicht sehen.
Wenn Sie Brand Manager, Category Lead oder Marktforscher sind, wissen Sie genau, was hinter dieser Geste steckt: monatelange Arbeit, endlose Besprechungen und eine brennende Frage: „Wird es tatsächlich funktionieren?“
Um diese Frage zu beantworten, wenden wir uns normalerweise der Forschung zu. Doch traditionelle Shelf Tests bringen enorme Probleme mit sich: den Aufwand mit physischen Modellen, teure Einrichtungen und logistische Alpträume.
Genau hier setzt Rexee neue Maßstäbe.

Was ist ein Shelf Test?
Ein Shelf Test ist eine Forschungsmethode, die untersucht, wie Verbraucher sich orientieren, Produkte wahrnehmen und auswählen, wenn sie vor einem Regal stehen. Es geht nicht darum, Menschen nach ihren Vorlieben zu fragen. Es geht darum zu beobachten, was sie tatsächlich tun, wenn sie vor einer echten Kaufentscheidung stehen. Entscheidend ist dabei die Sichtbarkeit: zu verstehen, wie einfach (oder schwer) es für einen Käufer ist, Ihr Produkt in einem Meer von Mitbewerbern tatsächlich zu finden. Wenn sie Sie in den ersten paar Sekunden nicht finden können, existieren Sie nicht.
Traditionell bedeutete dies, eine physische Nachbildung einer Verkaufsumgebung zu erstellen – ein Regalmodell, bestückt mit echten Produkten oder Prototypen, das in einer spezialisierten Forschungseinrichtung aufgebaut wurde. Die Probanden kamen herein, stöberten und wählten aus, während die Forscher hinter einem Spiegel oder per Kamera zuschauten.
Es funktioniert. Aber es bringt erhebliche Einschränkungen mit sich, die der schnelllebige Markt von heute nicht länger ignorieren kann.
Die Grenzen des physischen Shelf Testing
Der Aufbau eines physischen Modells ist im Grunde ein Bauprojekt, noch bevor die Forschung überhaupt beginnt.
- Die logistische Falle: Wenn Sie drei Verpackungsvarianten, zwei verschiedene Planogramme und ein Regalszenario der Konkurrenz testen wollen, steht Ihnen ein logistischer Albtraum bevor.
- Die Kosten der Veränderung: Das Umstellen eines Produkts oder das Ändern eines Preisschildes in einem physischen Geschäft erfordert manuelle Arbeit und Zeit.
- Der „Laboreffekt“: Wenn Menschen eine sterile Forschungseinrichtung betreten und wissen, dass sie von einem Moderator mit einem Klemmbrett beobachtet werden, hören sie auf, „Käufer“ zu sein, und werden zu „Testpersonen“. Sie verhalten sich bedachter und überlegter. Die Daten, die Sie sammeln, spiegeln eher ihre besten Absichten wider als ihr instinktives, unbewusstes Verhalten.
Für Marken, die schnell handeln oder Verbraucher in verschiedenen globalen Märkten erreichen müssen, ist der traditionelle Ansatz einfach zu schwerfällig.
Hier kommt Rexee ins Spiel.

So funktioniert das Shelf-Testing mit Rexee
Rexee ersetzt das physische Metall und Plastik durch eine vollständig gerenderte, hyperrealistische digitale Umgebung.
Der Prozess ist hochtechnologisch, aber das Erlebnis ist einfach: Die Teilnehmer setzen ein VR-Headset (Meta Quest) auf, entweder in einer kontrollierten Einrichtung oder sogar zu Hause. Plötzlich befinden sie sich nicht mehr in einem Raum, sondern stehen in einem Gang im Supermarkt.
- 3D-Präzision: Jedes Produkt wird in 3D modelliert, um der realen Verpackung zu entsprechen, bis hin zur Textur und der Art und Weise, wie das Licht auf den Kunststoff fällt.
- Der Kontext ist entscheidend: Wir bauen nicht nur ein Regal, wir bauen den gesamten Laden. Die Beleuchtung, die Reflexionen auf dem Boden, die umgebenden Produktkategorien – alles ist darauf ausgelegt, die tatsächliche Verkaufsumgebung nachzubilden.
- Natürliche Interaktion: Die Testpersonen klicken keine Schaltflächen an. Sie greifen nach der virtuellen Flasche, drehen sie, um die Inhaltsstoffe zu lesen, und legen sie in ihren virtuellen Einkaufswagen.
Die Daten-Goldgrube: Was Sie erhalten (was herkömmliche Tests nicht erfassen können)
Bei einem herkömmlichen Shelf Test stützt man sich oft auf die Notizen eines Forschers oder auf eine Videoaufzeichnung, die stundenlange manuelle Analyse erfordert. Mit Rexee wird jede Bewegung in einer digitalen Umgebung erfasst. Wir bieten so detaillierte Informationen, wie sie bisher nicht präzise messbar waren.
Hier ist genau das, was die Rexee-Datenausgabe liefert:
- Vollständiger Kaufweg (Navigation im Laden): Wir zeichnen den genauen Weg auf, den der Nutzer durch den Laden nimmt.
- Sie können sehen, wo er stehen bleibt, wo er schneller wird und welche sekundären Displays seine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, noch bevor er das Regal erreicht.
- Blickrichtung & Regalfokus: Wir verfolgen die Blickrichtung des Nutzers. Sie erfahren, auf welchen Bereich des Regals er sich zuerst konzentriert, welche Kategorien er überfliegt und wie sich seine Aufmerksamkeit über die verschiedenen Ebenen des Planogramms bewegt.
- Der „Grab“-Faktor (Produktinteraktion): Wir verfolgen nicht nur, was die Menschen ansehen, sondern auch, was sie tatsächlich in die Hand nehmen. Sie erhalten präzise Daten darüber, welche Produkte angefasst und in der Hand gehalten wurden, auch wenn sie letztendlich nicht gekauft wurden.
- Präzise Sitzungszeitangaben: Sie erhalten die genaue Start- und Endzeit jeder einzelnen Interaktion. Sie können genau messen, wie viele Sekunden ein Käufer benötigt, um Ihre Marke zu finden, oder wie lange er damit verbringt, zwei bestimmte Etiketten zu vergleichen.
- Echtzeit-Feedback in Form von Freitext: Während der Befragte in die VR-Umgebung eingetaucht ist, kann er „laut denken“. Rexee erfasst diese Freitextantworten mittels KI-gestützter Echtzeit-Transkription und eliminiert so das Risiko menschlicher Fehler oder Erinnerungsverzerrungen bei Nachbefragungen.
- Nahtlose Integration mit quantitativen Daten: Die Verhaltensdaten aus der VR-Sitzung werden automatisch mit herkömmlichen Fragebögen synchronisiert. Sie erhalten das „Was“ (Verhalten in VR) und das „Warum“ in einer umfassenden, analysebereiten Datei.
Virtuelle Shelf Tests ersetzen nicht jede Form der Regalforschung. Aber für Marken, die schneller und häufiger testen und näher an das tatsächliche Verbraucherverhalten am Point of Purchase herankommen müssen, schließen sie eine Lücke, mit der traditionelle Methoden schon immer zu kämpfen hatten.
Wenn Sie bis hierher gelesen haben, trifft wahrscheinlich eines von zwei Dingen zu: Entweder sind Sie wirklich fasziniert von der Technologie hinter Rexee, oder Sie haben schon so viele schlaflose Nächte mit den logistischen Alpträumen und den hohen Kosten herkömmlicher Shelf Tests verbracht, dass Sie wissen, dass es einen besseren Weg geben muss.
Wenn Sie diese Herausforderungen erkennen, lassen Sie uns doch einmal ausführlicher darüber sprechen.
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